Vom Konzept auf die Straße
KI-Transformation in der Verwaltung braucht keine Pilot-Euphorie, sondern operative Präzision. Hier entstehen die Blueprints für eine rechtssichere und humane Praxis.
Neue Arbeitshilfen und Präsentationen
Die vollständige und nach der IKIGM-Logik aufgebaute Dokumentensammlung finden Sie weiter unten.
📊 Präsentation des Vortrags "Psychologie der kommunalen KI-Transformation" vom 26.02.2026
Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP)
Veranstaltungshinweise

Auftaktveranstaltung
Datum: 27.02.2026 (14 bis 16 Uhr)
Auftaktveranstaltung des neuen Netzwerks KI:Sozial für Führungskräfte in der kommunalen Sozialverwaltung.
Anmeldung über diesen >Link

Hybride Fachtagung
Datum: 18.03.2026 (10 bis 16:30 Uhr)
Die Tagung fokussiert sich auf praxisnahe, kritisch reflektierte Einblicke in den aktuellen Stand der KI-Nutzung in der Kinder- und Jugendhilfe.
Weitere Informationen und Anmeldung über diesen >Link
Diese Systeme und Tools* sind in Kommunen im Einsatz
* Social Proof ist eine harte Währung in Zeiten maximaler Dynamik. Die hier dargestellten KI-Tools und Trainer:innen werden von Kommunen im Pilot- oder Dauerbetrieb eingesetzt. Dies ist keine Werbeseite! Stattdessen dient sie der Schonung öffentlicher Ressourcen, indem Recherche- und Prüfaufwände gemindert werden können. Anbieter, die hier aufgenommen werden möchten, müssen den Nachweis erbringen, dass ihr System von einer oder mehreren staatlichen Stellen aktiv eingesetzt wird und eine Ansprechperson dieser öffentlichen Institution benennen.
Aktuelle Entwicklung im Kontext Jugendhilfe!
Projekt zur Entwicklung und Implementierung von sicheren, jugendhilfespezifischen und nachhaltigen KI-Lösungen. Hier >klicken für mehr Infos

KI-Wissensplattformen
Diese Lernplattformen bündeln aktuelle Informationen und Wissen rund um den KI-Einsatz in Behörden und ermöglichen den Erwerb von Zertifikaten (Anforderung gemäß EU AI Act)

KI-Protokollierung
Diese Tools dienen der automatisierten Verschriftlichung von Besprechungen, Gremiensitzungen oder Hausbesuchen. Sie wandeln gesprochenes Wort in strukturierte Protokollentwürfe um.
- Speechmind
- scriba
- ...

KI-Assistenzsysteme
Assistenzsysteme, die beim Erstellen von Bescheidentwürfen, dem Zusammenfassen langer Aktenläufe, der Bilderstellung oder der Recherche in komplexen Rechtsnormen (SGB) unterstützen. Sie fungieren als „digitale Referendare“, die Informationen vorfiltern und Entwürfe liefern, die vom Menschen final geprüft werden.
- intric (>Webseite | >Infos zum Sozialbereich | Assistenten-Bibliothek)
- Ayunis Core (Open Source VerwaltungsGPT)
- Langdock
- Assistent.iQ (Bundesdruckerei)
- ...

Bürgerchatbots
KI-basierte Dialogschnittstellen, die Bürgeranfragen auf der städtischen Webseite automatisiert beantworten. Sie unterstützen bei der Suche nach Zuständigkeiten, erläutern Voraussetzungen für Sozialleistungen in einfacher Sprache oder navigieren durch den Formular-Dschungel. In der Sozialverwaltung senken sie die Hemmschwelle für den ersten Kontakt und entlasten die Telefonzentralen von redundanten Routinefragen.

KI-Telefonsysteme
Diese Systeme nutzen sprachbasierte KI (Natural Language Understanding), um eingehende Anrufe in Echtzeit zu verstehen, einfache Fragen direkt zu beantworten oder Anrufer gezielt an die richtigen Ansprechpartner weiterzuleiten. In Ämtern mit hohem Aufkommen (z. B. Wohngeldstelle oder Elterngeldkasse) entlasten sie die Zentrale von Standardanfragen wie Statusabfragen oder Terminwünschen.
- Neuraphone (neuraflow)
- ...

Prozessautomatisierung
Diese Technologie nutzt Software-Roboter („Bots“), um menschliche Interaktionen mit Benutzeroberflächen zu imitieren. Sie übernehmen regelbasierte Routineaufgaben, wie das Übertragen von Daten aus PDF-Anträgen in Fachverfahren (z. B. Wohngeld-Software), das Abgleichen von Registern oder das automatisierte Erstellen von Standard-Bestätigungen. In der Sozialverwaltung dient RPA als „digitaler Fließbandarbeiter“, der dort einspringt, wo Fachverfahren (noch) keine Schnittstellen haben.
- EMMA
- ...

Inklusion und Teilhabe
Tools zur Echtzeit-Übersetzung von Dokumenten oder zur Unterstützung in Beratungsgesprächen (z. B. durch KI-gestützte Gebärdensprach-Avatare oder Transkription in Leichte Sprache). Sie ermöglichen es, komplexe Sachverhalte auch für Menschen mit Sprachbarrieren oder Behinderungen verständlich aufzubereiten und sichern so die Teilhabe am Verwaltungsverfahren.
- simpleshow (Erklärvideos und Avatare)
- eye able
- Fair Text (Einfache / Leichte Sprache)
- summ ai (leichte Sprache)
- ...

Spezialanwendungen
Es existieren eine Vielzahl von Anwendungen, die für die spezifischen Fragestellungen und Themen der öffentlichen Verwaltung entwickelt worden sind oder dort besonderen Nutzen haben. Tendenz stark steigend.
- neurapolis (Recherche im Rats-Info-System)
- summ ai (Prozessmodellierung)
- Beck-Noxtua (Rechts-KI)
- Gamma.App (Präsentationen)
- ...
Trainerinnen, Berater & Referentinnen
Diese KI-Fachleute haben viel Erfahrung in der Beratung und Schulung in Kommunen und Behörden.

Marvin Grote
KI-Trainer für Verwaltung & Soziale Arbeit | Workshops & Keynotes | Ich entwickle menschenzentrierte KI-Kompetenz



Sebastian Wolters (KI.WERK.STADT)
Chief Digital Officer & IT Lead | Founder @ KI.WERK.STADT | KI-Enthusiast, Speaker & AI Thought Leader | Bringt öffentliche Verwaltungen ins innovative Zeitalter


Buchempfehlungen

Praxishandbuch "Künstliche Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung"
Peter Lüttmann & Ilhan Ingenc
Das Buch verbindet zwei Perspektiven: die kommunale Führungspraxis eines amtierenden Bürgermeisters und die fachlich-technische Einordnung eines Wirtschaftsinformatikers mit Schwerpunkt auf Künstliche Intelligenz, digitale Assistenzsysteme und Automatisierung. Die Autoren bringen diese Perspektiven bewusst zusammen, um Kommunen, Verwaltungen und öffentliche Organisationen bei der praxisnahen Einführung und der verantwortungsvollen Nutzung von KI zu unterstützen.
Erhältlich als E-Book unter https://www.amazon.de/dp/B0GGZDDQ3T

Gesa Linnemann, Julian Löhe, Beate Rottkemper
Das Buch bietet einen Einstieg in das Thema KI und eine umfangreiche Darstellung der Einsatzmöglichkeiten und Herausforderungen für die Soziale Arbeit.
u.a. erhältlich bei >Amazon

Michael Macsenaere (Hrsg.)
Anhand von Fallstudien und konkreten Anwendungsbeispielen zeigen die Autoren, wie KI in der Sozialen Arbeit konkret eingesetzt werden kann, um Arbeitsprozesse zu optimieren, Arbeitszeit zu reduzieren und individuelleres pädagogisches Handeln zu ermöglichen.
u.a. erhältlich bei >Amazon
Qualität vor Geschwindigkeit
In der Sozial- und Jugendverwaltung wiegen Fehlentscheidungen schwerer als in der freien Wirtschaft.
Deshalb finden Sie hier keine unkritische Sammlung von „Leuchtturmprojekten“, sondern sorgfältig kuratierte Blueprints.
Wir dokumentieren hier den Übergang von der theoretischen Statik [x.1] in die operative Umsetzung [x.2] und die langfristige Verstetigung [x.3].
Da viele Prozesse aktuell erst entstehen oder unter höchsten Datenschutzauflagen pilotiert werden, wächst dieser Bereich organisch mit der Realität in den Rathäusern.
Arbeitshilfen, Methoden, Berichte...
Noch wenig Futter? Das wird sich schnell ändern!
Ebene [1] - Supranationale Normsetzung (EU)
[1.1] Regulatorisches Sensing: Frühzeitiges Scannen neuer Gesetze (z. B. EU AI Act), um Auswirkungen auf die Kommune abzuschätzen.
[1.2] Compliance-Übersetzung: Transfer abstrakter Rechtsnormen in verständliche Handlungsanweisungen für die Verwaltung.
[1.3] Rechts-Codierung: Integration rechtlicher Vorgaben direkt in technische Systeme (z. B. automatisierte Löschfristen).
Ebene [2] - Nationale Infrastruktur & Normung (Bund)
[2.1] Technologie-Radar: Marktbeobachtung relevanter KI-Trends und technischer Standards (z. B. DIN/ISO).
[2.2] Technische Pilotierung: Testen von Software in geschützten Umgebungen (Sandboxes) auf technischer Ebene.
[2.3] Standardisierte Infrastruktur: Bereitstellung skalierbarer Plattformen und Schnittstellen für den Regelbetrieb (z. B. Cloud-Lösungen).
Ebene [3] - Föderale Aufsicht und Service (Länder/Verbünde)
[3.1] Daten-Strategie: Identifikation und Bewertung verfügbarer Datenquellen für KI-Training und -Nutzung.
[3.2] Daten-Aufbereitung: Bereinigung, Anonymisierung und Labeling von Daten für konkrete Pilotprojekte.
[3.3] Data Governance: Etablierung dauerhafter Qualitätsstandards, Zuständigkeiten und Löschkonzepte für Daten.
Ebene [4] - Strategische Gesamtsteuerung (Kommune/Kreis)
[4.1] Strategische Planung: Sicherung von Budgets und politischem Rückhalt (z. B. durch "FTE-Avoidance"-Kalküle).
- 📄 Argumentationshilfe für den Kämmerer. Weg vom Personalabbau-Narrativ, hin zur Sicherung der Handlungsfähigkeit trotz Fachkräftemangel
- 📄 Leitfaden zur Entwicklung einer kommunalen KI-Strategie
[4.2] Operativer Support: Bereitstellung zentraler Hilfsmittel (z. B. DSFA-Blaupausen) zur Entlastung der Fachämter.
[4.3] Institutionalisierung: Verankerung von Regeln in dauerhaften Strukturen (z. B. Dienstvereinbarungen, Richtlinien).
Ebene [5] - Domänenspezifische Anwendung (Fachbereich)
[5.1] Use-Case-Identifikation: Finden konkreter Probleme im Fachamt, die durch KI gelöst werden können (z. B. Wohngeld).
- (Coming Soon) Readiness-Check für Fachämter: Ein Tool zur Messung der datenethischen und kognitiven Reife einer Abteilung vor dem Roll-out.
[5.2] Fachliche Pilotierung: Testlauf der KI im realen Fachprozess unter begleiteter Aufsicht.
- Hier entstehen aktuell Blueprints für spezifische Anwendungen wie die KI-gestützte Vorprüfung im Wohngeld oder juristische Assistenzsysteme im ASD.
[5.3] Prozess-Integration: Nahtlose Einbettung der KI in den fachlichen Routine-Arbeitsablauf (Regelbetrieb).
Ebene [6] - Individualebene (Mensch & Kompetenz)
[6.1] Awareness & Angstabbau: Sensibilisierung und Abholen der Mitarbeitenden vor der Einführung.
[6.2] Befähigung & Training: Vermittlung konkreter Anwendungskompetenzen (z. B. Prompting, Ampel-System).
[6.3] Kognitive Routine: Verinnerlichung der kritischen Prüfung ("Human-in-the-Loop") als selbstverständlicher Teil der Arbeit.
Ebene [7] - Demokratische Legitimation (Bürger)
[7.1] Demokratische Legitimation: Einholung des politischen Mandats (z. B. Ratsbeschluss) und Definition roter Linien.
[7.2] Partizipation & Transparenz: Einbindung von Bürgern und Zivilgesellschaft bei Pilotprojekten (z. B. Transparenzregister).
[7.3] Gesellschaftliche Evaluation: Dauerhafte Überprüfung der KI-Wirkung auf das Gemeinwohl und Diskriminierungsfreiheit.
Präsentationen und Vorträge

Auftaktveranstaltung KI:Sozial
Gründung des Netzwerks mit 200 Spitzenführungskräften aus der kommunalen Sozialverwaltung mit Impulsvortrag von Marvin Grote am 27.02.2026.

Psychologie der kommunalen KI-Transformation
Impulsabend der Fachgruppe New Work der Sektion Wirtschaftspsychologie im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) am 26.02.2026
Lassen Sie uns gemeinsam dokumentieren.
Arbeiten Sie in Ihrer Kommune an einer Umsetzung, die über den Status eines Prototyps hinausgeht?
Lassen Sie uns prüfen, ob Ihr Ansatz als Blueprint für andere dienen kann.
Wir suchen keine perfekten Lösungen, sondern ehrliche Lernkurven.
